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Eigentlich wollte sich CDU auf ihrem Parteitag für einen für alle Branchen gültigen Mindestlohn aussprechen, der sich an der Zeitarbeit orientieren sollte. Doch der Widerstand in der Partei war zu groß. Nun wurde beschlossen, dass Arbeitgeber und Gewerkschaften die Mindestlöhne Branche für Branche aushandeln sollen.
Klar ist, die meisten Deutschen wollen ihn. In einer aktuellen Umfrage sprechen sich 91 Prozent für einen Mindestlohn aus. Befeuert wird die Debatte durch eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Nach dieser sind die Löhne in den vergangenen zehn Jahren geringer gestiegen als die Inflation. Bezieher von Niedriglöhnen hätten unter diesem Kaufkraftverlust besonders zu leiden. Wer zum Beispiel im Jahr 2000 noch knapp 1300 Euro im Monat verdiente, habe heute real monatlich fast 250 Euro weniger zur Verfügung.
Warum hat die CDU keinen allgemein gültigen Mindestlohn beschlossen? Darf Politik über Löhne entscheiden? Würde ein Mindestlohn den Beziehern niedriger Einkommen helfen?
Marco Seiffert diskutiert am Dienstag, den 15.11.2011, live ab 21:00 Uhr im rbb Fernsehen - KLIPP & KLAR: Immer weniger in der Lohntüte – hilft der Mindestlohn?
Gäste:
Günter Baaske, SPD, Arbeits- und Sozialminister Brandenburg
Günter Wallraff, Enthüllungsjournalist und Autor
Josef Schlarmann, CDU, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU
Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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