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Die Regisseure Daniel Remsperger und Heike Raab verraten es euch. Außerdem erzählen sie, wie man Regisseur wird.
Interview mit den Regisseuren
Wo und wie habt ihr euer erstes Praktikum erlebt?
Daniel: "Mein erstes Schülerbetriebspraktikum habe ich - wenig aufregend - in einer Bibliothek gemacht. Die hatte aber den Vorteil, dass sie an nur drei Tagen in der Woche geöffnet war. Ich konnte neue Bücher bestellen, mir besondere Ausleihaktionen ausdenken und den Rest der Zeit lesen."
Heike: "Ich konnte nie ein Schülerbetriebspraktikum machen, das war in meiner Schule nicht üblich. Ich hatte aber ab ca. 15 Jahren in unterschiedlichen Unternehmen Ferienjobs. Da bekam ich auch tolle Einblicke – und habe auch noch ein bisschen Geld verdient ..."
Wie wird man Regisseur?
Daniel: "Regisseur kann man auf ganz unterschiedliche Weise werden. Man kann Regie an diversen Hochschulen in Deutschland studieren, zum Beispiel in Berlin, Potsdam, München, Köln oder Ludwigsburg. Oder man bildet sich quasi selbst aus, so wie zum Beispiel Bully Herbig, der hat schon als Jugendlicher selbst kleine Filme gedreht und ist über das Fernsehen dann beim Film gelandet. Ich bin über Praktika und Hospitanzen beim Fernsehen gelandet, habe zunächst kürzere Beiträge und irgendwann dann längere Stücke drehen dürfen."
Heike: "Ich bin über die journalistische Arbeit in unterschiedlichen Medien Regisseurin geworden: Ich habe für Zeitschriften Artikel geschrieben, habe fotografiert. Ich habe als Rechercheurin und Stoffentwicklerin für TV-Produktionsfirmen gearbeitet und als Redakteurin für TV-Sender. Vom Nachrichtenfilm über Magazinbeiträge, ganze Sendungen und Dokumentarfilme habe ich inzwischen eigentlich das ganze Genre ausprobieren können. Ich habe auch viel Glück gehabt. "
Es gab viele Bewerbungen für die 1. Staffel der Hauptstadtpraktikanten. Warum habt ihr euch gerade für diese fünf entschieden?
Heike: "Erst mal vielen Dank an alle, die sich beworben haben. Ihr habt Euch echt viel Mühe gegeben, um Eltern und Schule zu überzeugen und dann noch die schönen Bewerbungsfilmchen zu machen. Daraus die richtige Auswahl zu treffen, fiel wirklich schwer. Uns haben die fünf von Anfang an sehr beeindruckt, weil sie sehr schnell alle notwendigen Unterlagen eingereicht haben und absolut nicht locker ließen. Es war schnell klar: Die wollen wirklich mitmachen. Das fanden wir gut."
Wie funktioniert die Produktion der Hauptstadtpraktikanten, bis man sie im Fernsehen sehen kann?
Daniel: "Gedreht wurde zwei Wochen lang in Berlin und Umgebung. Jedem Hauptstadtpraktikant wurde ein Kamerateam zugeteilt, das aus je einem Autor, einem Kameramann und einem Tonassistenten besteht. Das gedrehte Material, viele hunderte Minuten, wurde dann von den Autoren episodenweise vorgeschnitten und schließlich von uns zu einer Gesamtsendung zusammengestellt."
Wie groß ist das gesamte Team, das hinter den Hauptstadtpraktikanten steht?
Heike: "An der Reihe haben ca. 40 Mitarbeiter gearbeitet. Ohne die vielen Helfer im Hintergrund einer Produktion wäre so ein Projekt gar nicht zu schaffen. Das fängt beim Sortieren der Bewerbungen an, damit keine verloren geht. Für die Praktikanten musste eine Wohnung gesucht, für das Team die Dreharbeiten organisiert werden. Bevor das gedrehte Material von Cuttern und Autoren bearbeitet werden kann, muss es auf Computer geladen werden. Es ist schwer zu verstehen, wie kleinteilig die Arbeit an so einem Projekt ist. Auch das kleinste Rädchen in so einem Ablauf ist unglaublich wichtig."
Gibt es eine besondere Geschichte, die sich "Hinter den Kulissen" abgespielt hat?
Daniel: "Eine Geschichte hat sich leider abseits unserer Kameras abgespielt. In der WG der Hauptstadtpraktikanten gab es eine Spülmaschine, die von den fünf auch fleißig benutzt wurde - bis sich eines Abends etwas im Abfluss verfangen und das Wasser nicht mehr ablaufen konnte. Die halbe Spülmaschine stand unter Wasser. Als wir wieder mit unseren Kameras in die WG kamen, hatten die fünf das Problem schon irgendwie in den Griff gekriegt."
Heike: "Natürlich bildet die Serie nur einen kleinen Teil der Praktikumszeit ab. Wir konnten und wollten auch nicht immer dabei sein. Wobei ich auch gerne gesehen hätte, wie Nelson die Schnitzel pfannkuchenmäßig in der Luft drehen wollte... Laut Aileen ist da keines wieder in der Pfanne gelandet."
Vielen Dank für das Interview.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/hauptstadtpraktikanten/beitraege/team.html